Hausarzt- und Sportarztpraxis Christian Hottas, Hamburg-Sasel

Facharzt für Allgemeinmedizin, Sportmedizin, Chirotherapie, Reisemedizin, Verkehrsmedizin
 
 

Sport: Die Dosis macht’s

Zahlreiche Studien belegen, dass regelmäßige Bewegung die Gesundheit fördert und die Gesamtsterblichkeit senkt. Um eine genaue Dosis-Wirkungs-Beziehung zu finden, haben Wissenschaftler der Universität Wien nun 80 Studien mit einer Teilnehmerzahl von mehr als 1,3 Millionen Menschen genauer analysiert.

Das Ergebnis: Bei leicht bis mäßig intensiven Alltagsaktivitäten war im Vergleich zu keiner Bewegung jede Steigerung der wöchentlichen Bewegungsdosis um eine Stunde mit einer um 4 % reduzierten Gesamtsterblichkeit verbunden.

Bei mäßig intensiven Freizeitaktivitäten wie Walking, Tanzen, Radfahren oder Wandern betrug die Risikoreduktion bereits 6 %, bei intensiverem Ausdauertraining (Laufen, Tennis, Ballsportarten) sogar 9 %.

Bei Erreichen der von der WHO empfohlenen Mindestdosis von 150 Minuten Bewegung pro Woche verringerte sich die Sterblichkeit um 10 %. Übte man 150 Minuten intensiveres Ausdauertraining aus, sank die Sterblichkeit um 22 %, bei 300 Minuten sogar um 39 %.

Jede körperliche Aktivität ist besser als keine, und selbst banale Alltagsaktivitäten bewirken einen Überlebensvorteil, interpretieren die Wiener Forscher ihre Resultate. Derzeit erfüllt nur rund ein Drittel der erwachsenen Europäer die Mindestvorgabe der WHO.

Samitz G et al. (2011) Int J Epidemiol. DOI : 10.1093/je/dyr112
Zitiert nach Der Allgemeinarzt 18/2011, 13

Rezept gegen Erkältung – 20 Minuten Sport, fünfmal pro Woche

Wer sich regelmäßig körperlich betätigt, kann sein Erkältungsrisiko in den Herbst- und Wintermonaten verringern. Das ergab eine US-amerikanische Studie mit 1002 Probanden im Alter zwischen 18 und 85 Jahren, die über zwölf Wochen beobachtet wurden.

Bei Teilnehmern, die an mindestens fünf Tagen pro Woche für 20 Minuten ins Schwitzen kamen und dabei eine erhöhte Herz- oder Atemfrequenz aufwiesen, war die Zahl der Tage, an denen sie unter einer Infektion der oberen Atemwege litten, nur knapp halb so hoch (43 %) wie bei Personen, die gar nicht oder höchstens einen Tag pro Woche Sport trieben.

Auch zahlte sich regelmäßige Bewegung und eine bessere Fitness in Bezug auf die Schwere der Erkrankung und die Symptome aus: Sie waren bei Sportlichen um 32-41 % schwächer ausgeprägt als bei Unsportlichen. Die Forscher vermuten, dass durch regelmäßiges, moderates Training das Immunsystem aktiviert wird.

Br J Sports  Med doi:10.1136/bjsm.2010.077875
Zitiert nach MMW – Fortschr Med Nr. 45/2010 (152), 7

Eigene Anmerkung: Ich würde diese Studie bei 1002 Probanden und nur einer Beobachtungszeit von 12 Wochen nicht überbewerten oder gar als wissenschaftlichen Beweis ansehen wollen. Aber sie bestätigt immerhin als Hinweis unsere langjährigen haus- und sportmedizinischen Erfahrungen.

Hannover - TUI Marathon Expertenforum am 14.03.2013: 'Noch mehr Spaß an der Bewegung'

URL: http://www.marathon-hannover.de/meldung/expertenforum-noch-mehr-spass-an-der-bewegung.html

TUI Marathon Expertenforum 2013: „Noch mehr Spaß an der Bewegung“

[15.03.2013] 50 Tage vor dem TUI Marathon 2013 feierte das in den Vorjahren mit großer Resonanz gestartete „Expertenforum“ zum Laufevent seine Neuauflage. Im VIP-Bereich der AWD Arena hatte sich dazu ein hochkarätiges Forum zusammengefunden, das mit zahlreichen Tipps für Läuferinnen und Läufer, sowie unterhaltsamen Anekdoten aufwarten konnte. Unter der Moderation von GOP-Direktor Dennis M. Meyer sorgten der vielfache Kanu-Weltmeister und Olympiasieger Andreas Dittmer, Marathon-Vielläufer und Weltrekordler Christian Hottas, Ernährungsexpertin Anke von Platen und Orthopädie-Facharzt Dr. Wego Kregehr für einen höchst unterhaltsamen und kurzweiligen Abend.
Während von Platen mit zahlreichen Energiemanagement- und Entspannungstipps zu Klärung von Fragen beitragen konnte, berichtete der „schnellste Indianer der Welt“ Dittmer über seine neuen Herausforderungen und Halbmarathon-Ambitionen. 
Für Erstaunen par Excellence sorgte indes Hottas, der am 5. Mai in Hannover seinen 2.000sten Marathon in Angriff nehmen wird, mit seinen Laufberichten von „erlebnisorientierten“ Ultraläufen und kaum zu fassenden Trainings- und Wettbewerbsumfängen: „Für mich und meine Mitstreiter sind Marathons und Ultraläufe Lifestyle pur und ein echtes Stück Lebensqualität. Genießen und Erleben – der beste Ersatz für einen Kneipenabend.“

Hannover - TUI Marathon Expertenforum am 14.03.2013: Information

URL: http://www.marathon-hannover.de/expertenforum

Das TUI Marathon Expertenforum

Aufgrund der großartigen Resonanz im Vorjahr präsentieren die Veranstalter des TUI Marathon Hannover auch in diesem Jahr im Vorfeld des Laufevents wieder ein hochkarätiges Expertenforum.
Unter dem Motto „Noch mehr Spaß an der Bewegung“ findet sich erneut eine illustre Gesprächsrunde mit interessanten Protagonisten aus dem weiten Feld des Sports zusammen, um einen bunten, unterhaltsamen und informativen Abend zu gestalten. Geleitet durch die Moderation von Dennis M. Meyer werden der einstige Top-Kanute  Andreas Dittmer, Rekord-Vielläufer Christian Hottas, der Leiter des Forums Dr. Wego Kregehr und Gesundheitscoach Anke von Platen über die Freude an der sportlichen Betätigung im Leistungs- und Breitenbereich sprechen. Die Experten werden Stellung zu den möglichen positiven und kraftgebenden Auswirkungen des Trainings und der Bewegung geben und stehen für alle Fragen mit Tipps und Informationen zur Verfügung.

Der Start des "Expertenforums 2013" erfolgt am Donnerstag, den 14. März um 18 Uhr in der AWD Arena.

Gesprächspartner:

Andreas Dittmer
vielfacher Kanu-Weltmeister und Olympiasieger, erfolgreichster Kanute aller Zeiten im Canadier, Champion des Jahres 2001
• Christian Hottas
Facharzt für Allgemeinmedizin, Sportmedizin, Chirotherapie, wird am 5. Mai in Hannover seinen 2.000. Marathon bestreiten, Weltrekordhalter
• Anke von Platen
Diplom-Oecotrophologin, selbstständig als Gesundheitscoach, ambitionierte Läuferin
Dr. Wego Kregehr, Facharzt für Orthopädie, Unfallchirurgie und Leiter des Forums

Moderation: Dennis M. Meyer, Direktor des GOP Varieté-Theater

Die Experten werden Stellung zu den möglichen positiven und kraftgebenden Auswirkungen des Trainings und der Bewegung geben und stehen für alle Fragen mit Tipps und Informationen zur Verfügung.

'WHO-Survey: Teetrinker erkranken seltener an Diabetes' – Ärzte-Zeitung vom 26.02.2013

Leben Teetrinker auf der ganzen Welt gesünder? Zumindest Typ-2-Diabetes scheint bei ihnen seltener ein Problem zu sein.

GENF. Mit Daten des World Health Survey von 2009, einer jährlichen Gesundheitsbefragung in 192 Nationen im Auftrag der WHO, haben Forscher den Zusammenhang von Schwarzteekonsum mit fünf Gesundheitsindikatoren untersucht.

Erkrankungen der Atemwege, Infektionskrankheiten, Krebs, kardiovaskuläre Erkrankungen und Diabetes (BMJ Open 2012; 2: e000648). Allein für Diabetes ergab sich dabei eine klare inverse Korrelation, alle anderen erhobenen Gesundheitsrisiken schienen vom Teetrinken nicht beeinflusst zu sein.

Ein Schutz von Schwarztee vor Typ-2-Diabetes lässt sich damit allerdings nicht belegen. Hierzu wäre eine randomisierte kontrollierte Studie nötig.

Link zum vollständigen Artikel:  

http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/diabetes/default.aspx?sid=834206&cm_mmc=Newsletter-_-Newsletter-C-_-20130226-_-Diabetes+mellitus

'Nierensteine durch Vitamin C' – Ärzte-Zeitung vom 25.02.2013

Wenn Vitamin-C-Präparate schon nichts nützen, dann schaden sie wenigstens auch nicht - oder? Eine neue Studie zerschlägt nun auch diese Hoffnung.

STOCKHOLM. Die Annahme, dass Vitamin-C-Präparate, falls nicht nützlich, zumindest auch nicht schädlich seien, wird durch eine schwedische Studie stark in Zweifel gezogen. Männer, die hoch dosiertes Vitamin C schluckten, entwickelten doppelt so häufig Nierenkonkremente wie Männer, die keinerlei Vitaminpräparate nahmen.

Über einen Zusammenhang zwischen Vitamin-C-Supplementierung und Nierensteinen wird schon länger spekuliert, die Studienlage ist allerdings nicht eindeutig.

Biologisch plausibel wäre die Assoziation: Vitamin C wird über den Urin ausgeschieden, zum Teil unverändert, zum Teil in Form des Metaboliten Oxalat - und die meisten Nierensteine bestehen eben aus Kalziumoxalat. Nun erhält die Hypothese erneut Unterstützung aus einer großen Studie (JAMA Intern Med 2013; online 4. Februar).

Link zum vollständigen Artikel:

http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/urologische-krankheiten/niereninsuffizienz/article/833201/riskante-pillen-nierensteine-durch-vitamin-c.html

Statusänderung zum Jahresbeginn 2013

Ab dem 01.01.2013 wird diese Hausarztpraxis als Privatpraxis ohne Kassenstatus fortgeführt. Tatsache ist, dass die KV-Honorare für die Kassenpraxis seit Jahren rückläufig sind und die Quartalspauschale und die wenigen noch existierenden Zusatzbeträge inzwischen definitiv keine Kostendeckung mehr den Zeitaufwand für eine patienten- und beratungsorientierte Praxis bedeuten. Erst recht nicht, wenn KV-Regresse das Honorar weiter reduzieren. Eine mehr oder weniger „Fünf-Minuten-Medizin“ aber kann und will ich nicht betreiben!

Die Praxis wird sich daher insofern treu bleiben, als ich weiterhin sehr viel Wert auf eine personen- und beratungsorientierte, hochwertige Hausarztbetreuung legen werde. Sie steht unverändert allen Privatpatienten offen und daneben allen Patienten, die sich als Selbstzahler weiter auf dem gewohnten Niveau behandeln lassen wollen.

Für Selbstzahlerleistungen werde ich – wie bei Privatpatienten, die zum Basissatz versichert sind – den 1-fachen Satz der GOÄ berechnen.

Ich kann mir sehr wohl vorstellen, dass mancher Patient seine Facharztberichte weiterhin gern ausführlich erläutert haben möchte. Möglicherweise auch in Ergänzung zu einem neuen Hausarzt, der künftig alle kassenüblichen Leistungen wie Rezepte, Über- und Einweisungen übernimmt, aber ansonsten vielleicht weniger Beratungszeit aufwenden kann oder mag. Hier sehe ich mich nicht als Konkurrenz, sondern als Ergänzung zum GKV-System. Aber eben nicht mehr als Teil dieses Systems.

Es schmerzt auch mich, dass ich nach inzwischen 19 ½ Jahren Kassenarztpraxis diesen Schritt gehen musste, aber unter den gegebenen Umständen war er so unvermeidlich.

Ich hoffe dennoch, möglichst viele Patienten unter neuen Rahmenbedingungen weiter versorgen und betreuen zu können, und wünsche allen ein Gutes Neues Jahr 2013.